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Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

Osnabrück (ots) - Städte und Gemeinden: Deutschland braucht kein landesweites Bettelverbot

"Das löst das Problem nicht" - Landsberg: Norwegens Pläne kein Vorbild

Osnabrück. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht keinen Grund, Betteln auf Deutschlands Straßen flächendeckend zu verbieten. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) erklärte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg, ein solches Verbot wie es in Norwegen diskutiert wird, sei in Deutschland weder erforderlich noch angemessen. Im Übrigen gehöre das Spenden, auch auf der Straße, zu unserer christlichen Tradition.

"Mit einer Kriminalisierung der negativen Begleiterscheinungen kann das Problem nicht gelöst werden", betonte Landsberg. Außerdem könnten Städte und Gemeinden schon heute durch Satzungen, Straßenordnungen oder andere lokale Regelungen aggressives Betteln verbieten und Verstöße ahnden. Ein bloßes Ansprechen mit der Bitte um eine Spende ist nach Angaben von Landsberg in der Regel erlaubt. Werde aber die Schwelle zu aggressiverem Vorgehen überschritten, sei vielerorts der Ordnungsdienst zum Einschreiten berechtigt. Auf den Terrassen von Restaurants, Kneipen und Cafés gelte das Hausrecht der Betreiber. Ebenso auf Privatparkplätzen von Einkaufszentren. Bekämpft werden müssen nach Auffassung des Verbandes allerdings Schlepperorganisationen, die zum Beispiel Frauen und Kinder zum Betteln anhalten und die Einnahmen abkassieren.

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