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Neue OZ: Gespräch mit Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages.

Osnabrück (ots) - DIHK: Mindestens 500 Millionen Euro Mehrkosten durch Energiekompromiss

Präsident Schweitzer rechnet mit Abwanderung von Unternehmen - "Das kostet Arbeitsplätze"

Osnabrück.- Die deutsche Wirtschaft rechnet durch den Bund-Länder-Kompromiss beim neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit Mehrkosten von mindestens 500 Millionen Euro spätestens ab dem Jahr 2020. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) kritisierte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, die ohnehin nur moderaten Ansätze des Wirtschaftsministeriums zur Senkung der Energiekosten seien aufgeweicht worden. Ohne grundlegende Überarbeitung des Fördersystems und ohne Integration von erneuerbaren Energien in den Markt würden die Kosten der Energiewende weiter aus dem Ruder laufen, sagte Schweitzer voraus.

Schwerwiegende Konsequenzen seien vor allem für solche energieintensiven Unternehmen zu erwarten, die künftig keine Entlastungen mehr erhielten. Sie müssten mit einer Verdoppelung ihrer Stromkosten im Jahr 2015 rechnen, betonte der DIHK-Präsident. "Das geht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit und wird am Ende auch Arbeitsplätze kosten", erklärte er. Die hohen Energiepreise sind nach Angaben von Schweitzer mittlerweile für zwölf Prozent der Unternehmen ein Grund im Ausland zu investieren. 2011 seien es nur neun Prozent gewesen.

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