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Neue OZ: Kommentar zum Sparkassenverband

Osnabrück (ots) - Sicherheit

Brüssel habe mit seiner Regulierungswut die rote Linie überschritten, klagt Niedersachsens Sparkassenpräsident Thomas Mang. Wer den hüfthohen Stapel neuer Vorschriften neben ihm sieht, versteht seinen Ärger. Mang hat recht: Eine kleine Sparkasse kann diesen Wust nicht bewältigen. Dennoch ist die Bankenregulierung wichtig, die Finanzkrise von 2008 wirkt bis heute nach. Damit die speziellen Formen deutscher Geldinstitute mit Sparkassen und Volksbanken nicht unter die Räder kommen, muss die Politik ihren Einfluss in Brüssel geltend machen. Nicht die Summe der Einlagen darf für die Beteiligung an Sicherungssystemen entscheidend sein, sondern das Risiko. Das ist bei den kleinen, öffentlich-rechtlichen oder genossenschaftlichen Banken meist gering. Ganz verschließen sollten sich die regionalen Institute diesem Thema aber keinesfalls. Eine Insel der Glückseligen zu bilden, das weckt nur Neid und Begehrlichkeiten. Viel eher müssen Grundlagen geschaffen werden, um das krisenfeste deutsche System in anderen Ländern zu etablieren. Das schafft mehr Sicherheit, als mit milliardenschweren Fonds kriselnde Großbanken zu stützen.

Alexander Klay

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