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Neue OZ: Kommentar zu Handel
EU
USA

Osnabrück (ots) - Nicht nur Nachteile

Mehr Arbeit, mehr Wachstum, mehr Handel, oder mehr Chlor-Hähnchen, mehr Hormonfleisch und mehr Genmais? Die Meinungen über ein Freihandelsabkommen der EU mit den USA klaffen weit auseinander. Die mächtige Lobby von Nicht-Regierungsorganisationen, die sich selbst für lobbykritisch hält, macht jedenfalls Stimmung gegen den Wirtschaftspakt. Tatsächlich besteht weder Anlass für Schreckensszenarien noch für zu großen Jubel.

Wenn sich niedrigere Produktionskosten ergeben, weil eine Maschine für den EU-Markt wie für den US-Markt produziert werden kann, bringt das eindeutig Vorteile. Und für die Exportnation Deutschland wäre ein transatlantisches Wirtschaftsgebiet so bedeutsam wie der NATO-Raum in der Sicherheitspolitik. Aus gutem Grund hat Bundespräsident Joachim Gauck kürzlich das Freihandelsabkommen verteidigt.

Doch bis der Pakt zustande kommt, wird es wohl noch dauern, und auch das ist gut so. Die Verhandlungspartner der USA und der EU haben die bestehenden hohen Hürden vornehm-diplomatisch als "Herausforderungen" bezeichnet. Nötig ist, dass alle Vereinbarungen transparent werden. Und dass alle EU-Standards weiterhin gelten. Womöglich gelingt das nur, wenn der Agrarbereich ausgeklammert bleibt, weil die Ansichten von Amerikanern und Europäern hier zu unterschiedlich sind.

Christof Haverkamp

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