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Neue OZ: Kommentar zu Energie
Kriminalität

Osnabrück (ots) - Gegen Öko-Betrug nicht gefeit

Der Vorwurf der Ermittler wiegt schwer, der Schaden ist groß. Hunderte Anleger sollen mit faulen Anlagen in Solarparks um ihr Geld gebracht worden sein. Im Schnitt geht es um Summen von 50 000 Euro. Wie in ähnlich gelagerten Fällen dürften die Geprellten meistens einer Gruppe angehören, die es zu bescheidenem Wohlstand gebracht hat. Sie hatten sich von ihrem Investment eine hübsche Rendite versprochen, Solarparks erschienen als nachhaltige Geldanlage besonders vielversprechend. Die Energiewende wurde vorangetrieben, die Einnahmen schienen durch die staatliche Ökostrom-Förderung absolut sicher.

Doch auch wer nicht nur für seinen Geldbeutel etwas Gutes tun will, sondern auch für die Umwelt, ist nicht gegen Betrüger gefeit. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, handelt es sich hier um einen der spektakulärsten und dreistesten Fälle der jüngsten Vergangenheit. Dass sich die Ermittlungen bereits über mehrere Jahre hinziehen, zeigt eines: Die Materie ist hochkomplex. Sollte es zum Prozess kommen, dürfte dieser sich lange hinziehen.

Wie das Verfahren auch ausgehen mag: Im gleichen Zug ist das Verhalten der Anleger zu hinterfragen. Die Aussicht auf hohe Rendite darf die Vernunft nicht ausschalten. So ließen sich Vertreter des Unternehmens damit zitieren, sie hätten in nur einem Jahr den Umsatz von zehn Millionen Euro versiebenfacht. Hier hätten bei Investoren die Alarmglocken schrillen müssen, Vorsicht ist geboten.

Alexander Klay

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