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Neue OZ: Kommentar zu Spielwaren

Osnabrück (ots) - Rosarote Zukunft?

Rosarot, eine typische Farbe in der Welt der Spielwarenhersteller. Doch der äußere Anschein der Produkte darf nicht über die nachlassende Dynamik im Markt hinwegtäuschen. In vielen westeuropäischen Ländern sanken die Umsätze 2013, in Deutschland rettete die Branche immerhin noch ein Plus von 1,5 Prozent über die Ziellinie. Insbesondere das traditionell umsatzstarke vierte Quartal enttäuschte diesmal. War das wohl nur ein Einmaleffekt wegen der Einführung hochpreisiger neuer Spielekonsolen?

Fakt ist, dass es weniger Kinder gibt und die Zahl der verkauften Spielwaren sinkt. Meist über höhere Preise oder teurere Produkte gleichen Hersteller und Handel das Minus aus oder wachsen wie die Branchengrößen Lego und Ravensburger gar überdurchschnittlich. Solvente Großeltern und Väter und Mütter, die selbst gerne mitspielen, zahlen durchaus mehr, wenn die Qualität stimmt. Um zunehmend auch Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene anzusprechen, wächst in der klassischen Spielwarenindustrie der Druck, moderne Elektronik wie Tablets oder Smartphones mit Spielzeug oder Spiel zu kombinieren. Aber wie? Auf Dauer erfolgreiche Hybridprodukte wie Ravensburgers Lesestift "tiptoi" sind selten. Bislang. Viele Hersteller probieren aus. Wer den Durchbruch schafft, für den dürfte die Zukunft tatsächlich rosarot sein.

Karsten Grosser

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