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Neue OZ: Kommentar zu Syrien

Osnabrück (ots)

Gift für ein Ende des Konflikts

Selbst wenn es erwartungsgemäß keine offizielle Bestätigung gibt: Es dürfte unstrittig sein, dass das Bombardement des syrischen Luftwaffenstützpunktes auf das Konto Israels geht. Das ist nicht nur völkerrechtswidrig, sondern auch brandgefährlich für die angestrebte Befriedung des Syrienkonflikts.

Zwar ist legitim, dass Israel sich gegen Angriffe der radikalislamischen Hisbollah schützt, die mutmaßlich vom syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt wird. Waffenlieferungen aber mit Angriffen auf syrisches Territorium zu unterbinden kann und darf nicht die Lösung sein. Zum einen, weil die Region ohnehin schon ein Pulverfass ist und sich ein Gegenschlag Assads nie ausschließen lässt - was unweigerlich den gesamten Nahen Osten in ein noch unkontrollierbareres Chaos stürzen würde. Zum anderen, weil gerade die ersten Erfolge bei der Vernichtung des syrischen Chemiewaffenarsenals vermeldet werden konnten, ein zaghafter Vertrauensbeweis, der nicht leichtfertig (oder gar absichtlich?) torpediert werden sollte.

Noch heikler ist indes die Frage, ob es tatsächlich nur um Waffen für die Hisbollah ging. Medienberichten zufolge wurde bei dem Angriff auch ein Flugabwehrsystem zerstört - schießt Israel sich hier etwa den Weg für weitere Attacken frei? Und falls ja, handelt es eigenmächtig oder mit Deckung der USA? Beides würde das bisherige Vorgehen des Westens ad absurdum führen - Gift für ein baldiges Ende des Konflikts.

Constantin Binder

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