Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Tarife
Öffentlicher Dienst
Länder

Osnabrück (ots)

Maßhalten

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auf Tarifverhandlungen übertragen, heißt dies: Die Gewerkschaften fordern immer deutlich mehr, als sie in den Gesprächen letztlich durchsetzen können. Am Ende werden die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder folglich nicht 6,5 Prozent mehr Geld bekommen, sondern sich wohl eher mit der Hälfte begnügen müssen.

Die Lage ist von einigen Unsicherheitsfaktoren gekennzeichnet. Zwar sprudelten die Steuerquellen in jüngster Zeit so stark wie lange nicht mehr. Doch sind die Länder nach wie vor hoch verschuldet. Zudem wird sich das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr spürbar verlangsamen, auch wenn Deutschland aller Voraussicht nach eine Rezession erspart bleiben dürfte.

Entgelterhöhungen über den Abschlüssen in der freien Wirtschaft verbieten sich vor diesem Hintergrund. Zur Orientierung: Selbst in Erfolgsbranchen wie der Metallindustrie gab es zuletzt kein Plus von 6,5 Prozent, sondern 4,3 Prozent.

Nachholbedarf besteht bei den Beschäftigten der Länder aber gleichwohl. Zum einen, weil viele Arbeitnehmer wie etwa Krankenschwestern, Lehrer und Polizisten von jeher eher mäßig entlohnt werden. Zum anderen, weil der Wettbewerb um Fachkräfte immer härter wird und der öffentliche Dienst sich bemühen muss, attraktiv zu bleiben - nicht nur durch relativ sichere Arbeitsplätze, sondern auch durch konkurrenzfähige Gehälter.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 10.12.2012 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Kunstfälscher

    Osnabrück (ots) - Jetzt geht es richtig ans Geld Erst wenn es an ihr Geld geht, werden die Leute vernünftig. Das gilt besonders für den Kunsthandel. Jetzt muss zum ersten Mal ein Opfer des Fälscherskandals um Wolfgang Beltracchi entschädigt werden. Das wird gerade Galeristen, Auktionatoren und Gutachter für die Zukunft sehr vorsichtig machen. Denn nun kann zur Kasse gebeten werden, wer leichtfertig vermeintlich ...

  • 10.12.2012 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Polizei/Feuerwehr/Lehrer

    Osnabrück (ots) - Zu wenig Respekt Alle Jahre wieder starten die für den öffentlichen Dienst zuständigen Gewerkschafter ihre Tannenbaumaktion für die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes. Aber nur auf den ersten Blick scheint dieses Mal die Verhandlungssituation günstig, weil in wenigen Wochen in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt wird. Denn zu verbindlichen Zusagen an die Polizisten, Feuerwehrleute und ...

  • 10.12.2012 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Friedensnobelpreis

    Osnabrück (ots) - Drei graue Herren Das Komitee hat bei der Vergabe des Friedensnobelpreises oft fragwürdige Entscheidungen getroffen - die Europäische Union hat ihn ohne Zweifel verdient. Zwei Weltkriege und der Holocaust, Flucht und Vertreibung, Kalter Krieg und Teilung Europas: Dass der alte Kontinent heute vereint ist, sollten wir nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Es ist das Ergebnis eines in der ...