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Neue OZ: Kommentar zu Rente

Osnabrück (ots) - Jede Menge Zündstoff

Wie erschreckend: Das Rentenniveau sinkt, und es wird breit über Altersarmut diskutiert. Dennoch wollen immer weniger Bürger ihre Altersvorsorge ausbauen. Schlechter kann es kaum laufen. Denn private Vorsorge tut not, weil gesetzliche und betriebliche Renten oft nicht mehr ausreichen, um im Alter auskömmlich leben zu können.

Die Probleme waren abzusehen. Schon lange stand etwa die Riester-Rente im Verdacht, zu teuer zu sein und zu niedrige Renditen abzuwerfen: Bei Stiftung Warentest schnitten nur fünf von 29 Versicherungsangeboten mit der Note "gut" ab. Die Finanzkrise tat ein Übriges, um Misstrauen zu schüren.

Fakt ist freilich auch, dass viele Menschen jeden Euro für den Lebensunterhalt benötigen und nicht in der Lage sind, nennenswerte Beträge fürs Alter anzulegen: Arbeit zu Niedriglöhnen, Mini- und Teilzeitjobs sowie Arbeitslosigkeit sind die Ursachen.

Folglich ist ein Bündel von Maßnahmen erforderlich: Faire Mindestlöhne gehören dazu, die Qualifizierung von Beschäftigten und die Aktivierung bislang nicht Berufstätiger. Zudem muss neues Vertrauen in die private Altersvorsorge geschaffen werden, etwa durch bessere Information der Verbraucher. Und schließlich sind kräftige Zuschüsse für künftige Rentner notwendig, wenn es bei der geplanten Absenkung des Rentenniveaus bleiben soll. Kurzum: Das Thema birgt jede Menge Zündstoff.

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