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Neue OZ: Kommentar zu Landtag
Agrar

Osnabrück (ots) - Ziel von Pfeilen

Wie lange soll das noch gut gehen? Quasi seit Beginn ihrer Amtszeit steht Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen derart unter Beschuss, dass dies für die Regierung zu einer echten Belastung wird. Kein Zweifel: Opposition und Tierrechtsorganisationen mit zwielichtigen Methoden sind kampagnenhaft bestrebt, die CDU-Politikerin als willfährige Lobbyistin der Agrarindustrie an den Pranger zu stellen. Die dabei erhobenen Vorwürfe und Verdächtigungen - von Mitverantwortung für mangelnden Tierschutz bis zum Lohndumping - sind dabei keineswegs bewiesen, vielleicht sogar konstruiert.

Und dennoch: Das Problem im Fall Grotelüschen ist, dass die Ministerin allein aufgrund ihrer familiären und einstigen beruflichen Verbindung mit einem Agrarkonzern Pfeile auf sich zieht, die ein Amtsinhaber mit größerer Distanz nicht auf sich lenken würde. Dass diese Konstruktion - ungeachtet der Person - derartiges Risikopotenzial in sich birgt und als Einfallstor für Fundamentalkritik wirken könnte, hat Ex-Regierungschef Wulff bei der Benennung der Ministerin offenbar unterschätzt. Und die Agrarlobby wohl auch.

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