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Neue OZ: Kommentar zu Perinatalzentren

Osnabrück (ots) - Risiken vermeiden

Große Einheiten, gebündelte Fachkompetenz in Großstädten - so kann das Gesundheitswesen in Niedersachsen nicht funktionieren. Denn mit der Entfernung zur nächsten Fachklinik steigt auch das Risiko für die Patienten durch lange Transportwege. In der Mehrzahl der Fälle stellen Ärzte rechtzeitig das Risiko einer Frühgeburt fest und können die Schwangeren in die Perinatalzentren überweisen. Aber dies ist nicht immer der Fall. Frühchen müssen schnellstmöglich versorgt werden. Deshalb sollten solche Zentren gleichmäßig über das Land verteilt sein.

Das Problem der Fachkompetenz und Erfahrung bleibt dennoch. Zwar ist im Landkreis Emsland in den vergangenen Jahrzehnten die Zahl der Krankenhäuser und ihrer geburtshilflichen Abteilungen stark vermindert worden, aber die Fallzahlen machen eine Abstimmung zwischen dem Lingener und dem Meppener Krankenhaus notwendig. Die Osnabrücker Lösung mit Perinatalzentren an zwei Standorten wird ebenso wenig Zukunft haben wie der Bestand von zwei Zentren im Emsland. Denn nur jeweils eines hat ausreichende Kapazität. Wenn man auf lange Sicht im Osnabrücker Land und im Emsland hochwertige medizinische Angebote vorhalten will, sind Arbeitsteilung und Spezialisierung geboten.

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