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Neue OZ: Kommentar zu Kulturpolitik
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Osnabrück (ots) - Wichtiger denn je

Bei den Goethe-Instituten geht es um weit mehr als nur Besitzstandswahrung aus Prinzip: Neue massive Kürzungen hätten ein fatales Signal gesetzt. Denn es ist schier unglaublich, wie viel an kulturellem Austausch zwischen Ländern über die Goethe-Institute läuft. Schwer vorstellbar, dass dies durch andere Einrichtungen ersetzbar wäre.

Sprachunterricht allein kann diesen Austausch nicht leisten: Es geht auch um Vermittlung von kulturellen Formaten und Werten - und die Debatte darüber. Und das auf einem friedlichen Feld, dem der Kultur. Auf dem es nicht gleich um materiellen Futterneid und wirtschaftliche Verteilungskämpfe auf diesem Globus geht.

Gerade in einer Zeit, in der angstvolle Abgrenzung in Sachen Migration oder Religion zu neuem Misstrauen zwischen den Nationen führen kann, gewinnt die "neutrale" Begegnung auf kulturellem Gebiet eine wichtigere Mittlerrolle denn je. Sich aus ihm zurückzuziehen könnte leicht zu einem führen: dass manche Länder ihre mentalen Grenzen wieder mehr schließen. Dann hätten wir ein wirklich teures Problem.

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