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Neue OZ: Kommentar zu Arbeit
Ein-Euro-Jobs

Osnabrück (ots) - Neue Herausforderungen

Im Detail kann man über seinen Vorstoß streiten, doch im Grundsatz hat Heinrich Alt von der Bundesagentur für Arbeit recht: Die Arbeitsförderung muss sich auf neue Herausforderungen einstellen. Dazu gehört auch, das Instrumentarium zu überprüfen. Was gestern richtig war, kann heute schon falsch sein.

Fest steht: Das Arbeitskräfteangebot nimmt aufgrund der demografischen Entwicklung ab, um 120 000 allein im kommenden Jahr, so die Prognose von Forschern. Schon jetzt wird vielerorts über einen bereits bestehenden oder sich abzeichnenden Fachkräftemangel geklagt. Während sich damit bei qualifizierten Erwerbslosen eine Entspannung abzeichnet, gibt es weiter große Probleme, besonders lange Zeit arbeitslose Menschen zu vermitteln.

Ein-Euro-Jobs können ihnen zwar helfen - etwa, wenn es darum geht, sich wieder an einen festen Tagesablauf zu gewöhnen. Auch kann so Isolation vermieden und soziale Kompetenz trainiert werden. Doch darf dies nicht mehr als ein erster Schritt sein, dem weitere folgen müssen. Es ist deshalb richtig, langfristiger zu denken, so wie Alt es fordert.

Ob Ein-Euro-Jobs freiwillig sein sollen oder verpflichtend, ist indessen zweitrangig. Zwar kann ein gewisser Druck, arbeiten zu müssen, hilfreich sein. Wichtiger aber bleibt, Menschen neue Perspektiven zu eröffnen. Klare Analysen sowie konstruktive Pläne und Anregungen sind da wichtiger als Drohungen.

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