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Neue OZ: Kommentar zu Verbraucher
Ernährung
Kinder

Osnabrück (ots) - Einfach verbieten

Keine Kinder-Werbung für Dickmacher. Diese Forderung von Verbraucherschützern ist völlig berechtigt. Kinder können kaum differenzieren, sind leicht zu begeistern und damit willige Opfer für die blumigen Versprechungen der Werbebranche. Kinder und Jugendliche verfügen heute in vielen Fällen über eine Menge Taschengeld und sind auch gerade deshalb für die Werbebranche so attraktiv.

In der Praxis stellt sich beim Dickmacher-Werbeverbot allerdings die Frage nach der Umsetzbarkeit: Was sind denn ungesunde Lebensmittel? Gehört ein leicht gesüßter Joghurt dazu? Was ist mit gesalzenen Reiswaffeln? Die Grenze dürfte im Werbealltag kaum zu ziehen sein. Deshalb greift die Forderung der Verbraucherschützer viel zu kurz: Werbung, die sich direkt an Kinder richtet, gehört grundsätzlich verboten.

Diese Einsicht dürfte bei den Verantwortlichen in der Bundesregierung längst angekommen sein. Die Lobbyisten der mächtigen Werbebranche haben aber offensichtlich bisher dazu beigetragen, dass aus dieser Einsicht kein Gesetz wurde.

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