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Neue OZ: Kommentar zu Rente

Osnabrück (ots) - Fels in der Brandung

Der Staat türmt Schulden auf Schulden, und in der Privatwirtschaft werden Milliarden von Euro bei hochriskanten Spekulationen verzockt. Dass sich viele Bürger vor diesem Hintergrund Sorgen um die Sicherheit ihrer Altersvorsorge machen, ist auf den ersten Blick nur allzu verständlich. Grund zur Panik besteht aber nicht.

Denn zumindest die gesetzliche Rentenversicherung - für die meisten Menschen weiterhin die wichtigste Säule bei der Vorsorge für den Ruhestand - hat sich in der Krise als Fels in der Brandung erwiesen. Sie profitierte vor allem vom grundsoliden Prinzip, die Renten aus den laufenden Einnahmen zu finanzieren. Insofern konnte sie auch keine großen Summen bei dubiosen Anlagegeschäften verlieren.

Ganz anders das Bild in der Privatwirtschaft. Hier ist kaum eine Bank oder Lebensversicherung verschont geblieben, als an den Börsen die Kurse abstürzten. Es wird lange dauern, das dabei verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen. Aber auch der Staat steht in der Pflicht, solider zu wirtschaften. Denn natürlich bleibt es höchst problematisch, wenn die öffentlichen Schulden ins Unermessliche steigen. Schließlich ist damit immer die Gefahr verbunden, dass sich Finanzminister dieser Lasten durch Hinnahme von Inflation entledigen - für die Rentner ein Horrorszenario.

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