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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
CDU

Osnabrück (ots) - Vor dem Neuanfang

Gleich sechs CDU-Ministerpräsidenten verlassen in nur einem Jahr ihr Landeskabinett - ein großes Stühlerücken. Doch von einer Partei in Auflösung zu reden ist übertrieben. Denn jeder Fall verhält sich anders. Wer wie Wulff Bundespräsident wird oder wie Oettinger EU-Kommissar, der ist kein Wahlverlierer wie Rüttgers oder Althaus. Und schon gar nicht jemand aus der bürgerlichen Null-Bock-Generation, der pflichtvergessen die Brocken hinschmeißt.

Für die CDU bedeutet der Wechsel, dass sie in vielen Ländern vor dem Neuanfang steht. Etliche jüngere Christdemokraten bekommen ihre Chance, etwa in Niedersachsen oder in Nordrhein-Westfalen. Die Partei kann sich in Landeskabinetten frischer präsentieren. Doch zugleich müssen die Christdemokraten auf langjährige Erfahrung verzichten.

Mindestens so entscheidend aber wie die Personalien ist die Frage nach dem Profil. So rätseln viele Menschen, wofür Parteichefin Merkel und die CDU in manchen Politikfeldern eintreten. Aufgrund der Koalitionen der vergangenen Jahre - mit der SPD, der FDP und den Grünen - und wegen der Flügel der Volkspartei drohen Konturen zu verwischen. Es klar herauszustellen ist die eigentliche Aufgabe für Merkel.

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