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Neue OZ: Kommentar zu Fund aus dem Dreißigjährigen Krieg

Osnabrück (ots) - Krieg zeigt zu allen Zeiten sein hässliches Gesicht

Nichts ist so vergangen wie die Vergangenheit. Wirklich? Der Fund der toten Landsknechte dreht den Zeittunnel um. Die Opfer, die der Krieg vor 400 Jahren forderte, platzen unvermittelt in unsere Gegenwart. Nun zählt nicht mehr Wallenstein, sondern der Soldat ohne Namen. Die Toten zeigen drastisch, was die großen Lenker der Historie fast immer anrichteten: unermessliches Leid. Der Stralsunder Fund schockiert - und er fasziniert, weil er Geschichte auf Tuchfühlung nahebringt. Andere Orte bieten die gleiche Chance. In Kalkriese bei Osnabrück zeichnen Funde das Drehbuch einer furchtbaren Metzelei nach. Bei allen Unterschieden bleibt die Lehre identisch: Der Krieg zeigt in jedem Fall sein hässliches Gesicht. Wahr ist aber auch: Die toten Landsknechte mögen betroffen machen. Am aktuellen Kriegsgeschehen ändert ihr Fund nichts.

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