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Neue OZ: Kommentar zu Neuseeland
Film

Osnabrück (ots) - Wer früher stirbt, ist länger tot

Vom Verleiher vergessen: Selbst einem uninspirierten B-Movie ist dieses Schicksal nicht zu wünschen. Vor Jahrzehnten erwischte es allerdings die A-Kategorie verblichener Glanzzeiten. Ob John Ford oder Clara Bow - Berühmtheiten scheiterten an der Schwelle, die Stumm- und Tonfilm voneinander trennt.

Der Stummfilm-Fund im cineastischen Niemandsland beeindruckt als Lehrstück von der Vergänglichkeit des Ruhms. Gestern noch gefeiert, heute schon vergessen: Kein Star ist gegen den Wechsel der Moden und Trends gefeit. Wer früher stirbt, ist länger tot: Der Filmtitel erweist sich als Lebensweisheit. Denn der mediale Tod ist so endgültig wie der reale.

Als Wiedergänger aus dem Totenreich der Kinogeschichte sind die Stummfilme von großem Interesse. Sie belehren uns über das schnelle Altern junger Medien, zeigen uns, wie Vorlieben sich wandeln können. Worüber haben unsere Ahnen nur gelacht, wen haben sie verehrt! Heute schütteln wir darüber den Kopf.

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