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Neue OZ: Kommentar zum Wald-Klima Fonds

Osnabrück (ots) - Recyceln für ein Refugium

Wälder liefern nicht nur unerlässlichen Rohstoff. Sie sind zugleich für viele Menschen eines der letzten Refugien, um einmal durchzuatmen und vom Alltag abzuschalten. Die Forstwirte haben daher eine hohe Verantwortung, die zuweilen einer Gratwanderung gleichkommt: Folgen sie der wirtschaftlichen Maxime, Rendite zu erwirtschaften, bleibt oft genug der ökologische Nutzen auf der Strecke.

Naturschützer sind zwar in einer vermeintlich bequemeren Position, da sie wirtschaftliche Notwendigkeiten ausblenden können. Von vornherein abwegig sind ihre Argumente dennoch nicht. Dass trotz Erholung längst nicht alles zum Besten steht, zeigt der jüngste Waldzustandsbericht: Mehr als ein Viertel der Bäume sind schwer beschädigt. Betroffen sind vor allem Buchen und Eichen. Überdies zeigt sich seit Ende der 1980er-Jahre eine Tendenz zur Erderwärmung. Der Klimawandel wird den Wäldern noch arg zu schaffen machen.

Das wäre ein Grund mehr, in den Unternehmen der Republik über die Bestückung von Druckern, Kopier- und Faxgeräten nachzudenken. Denn das papierlose Büro hat sich als Utopie entpuppt. Wie wäre es also, nicht Frischfaser-, sondern Recycling-Ware zu verwenden? Die ökologische Bilanz sähe vermutlich erheblich besser aus - bei einem durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 164 Kilogramm Papier.

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