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Neue OZ: Kommentar zum Eurovision Song Contest

Osnabrück (ots) - Musikalisches Sommermärchen

Erst Lena-Euphorie von Flensburg bis Passau, jetzt Lena-Mania von Helsinki bis Madrid. Nach 28 Jahren gewinnt Deutschland zum zweiten Mal den weltweit populärsten Musikwettbewerb. Möglich machte dies nach Nicole 1982 wieder eine Abiturientin: Lena Meyer-Landrut dominierte klar die Konkurrenz und verzauberte 125 Millionen Zuschauer - mit einem Ohrwurm, natürlichem Charme, einer unprätentiösen Performance und ihrer eigenwilligen Stimme.

Die Hannoveranerin präsentierte sich als lustige, intelligente und ehrliche Vertreterin unseres Landes - auch ein Grund für ihren Erfolg. Erinnerungen an das deutsche Sommermärchen 2006 werden wach, als Fußballdeutschland die Welt ebenfalls mit Offenheit, Lebensfreude und Herzlichkeit beeindruckte. Auch am Samstag feierten Zigtausende wieder fröhlich beim Public Viewing.

Natürlich hat auch Tausendsassa Stefan Raab großen Anteil am Erfolg. Ohne ihn und seine Castingshow "Unser Star für Oslo", die sich wohltuend von plakativem DSDS-Getöse und belanglosem Siegel-Singsang abhob, wäre eine Lena nicht gefunden worden. Der sympathischen Siegerin stehen nun alle Türen weit offen. Bleibt zu hoffen, dass sie im schnelllebigen Musikbusiness nicht verheizt wird.

Für Deutschland ist diese junge Frau ein Glücksfall, können sich doch viele Jugendliche voll mit ihr identifizieren. Und dabei sehen: Talent ist nicht alles, um Erfolg zu haben. Man braucht vor allem Authentizität.

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