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Neue OZ: Kommentar zur UNO Konferenz

Osnabrück (ots) - Erfreuliche Einigkeit

Von heute auf morgen wird sich das Atomproblem im Mittleren Osten nicht lösen lassen. Da können die UNO, Westerwelle & Co die Einigung auf das Wunschziel einer kernwaffenfreien Zone noch so positiv bewerten: Derart einfach ist es nicht, als dass es genügen würde, den Plan in einem Papier festzuschreiben und im Anschluss auf das Beste zu hoffen.

Gleichwohl muss klar sein: Wenn überhaupt, kann der Prozess nur so gelingen, wie er jetzt auf der Konferenz in New York begonnen hat. Deren Besonderheit liegt weniger im verabschiedeten Text als in der übergreifenden Einigkeit. Es waren arabische Staaten, die maßgeblich mitarbeiteten, und es war die westliche Welt, die deren Ansinnen ernst nahm. Allen voran bewegten sich die USA. In Zeiten vor Obama hätten sie sich kaum für eine entsprechende Initiative der UNO interessiert. Auf ein Projekt, an dem der Iran aktiver beteiligt ist als Israel, hätten sie schon gar keinen Gedanken verwendet.

Ebendieses ist die Neuheit und Hauptbotschaft der Konferenz. UNO, USA, EU und islamische Staaten bildeten eine Gemeinschaft, die verhandelt hat, die ein Ziel hat und die, gewiss, dieses in der Praxis nun auszugestalten hat.

Die Regierung in Tel Aviv gibt den Quengler - hoffentlich aber mit der Einsicht, dass Israels anerkannte Sonderrolle sich nicht mehr permanent darin äußern darf, abseits zu stehen. Beim morgigen Treffen mit Israels Premier Netanjahu kann Obama dazu beitragen, dass die euphorischen Beurteilungen der Konferenzteilnehmer nicht verfrüht waren.

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