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Neue OZ: Kommentar zu Frankreich
Film
Cannes

Osnabrück (ots) - Neid

Jedes Jahr aufs Neue schielen sich die Festival-Chefs auf die Premieren- und Gästeliste: Wer hat die besten Filme im Wettbewerb, wer die größten Stars? Die Berlinale kämpft und ackert - und schafft es in der öffentlichen Wahrnehmung doch nie weiter als auf Platz 3 der A-Festivals.

Cannes beweist nun wieder mal lakonisch seine Überlegenheit: Vor zwei Jahren noch bejubelte die Berlinale sich selbst, weil man zur Eröffnung des Wettbewerbs die Stones mit ihrem Scorsese-Konzertfilm aufbieten konnte. Frankreich kann es sich nun leisten, Mick Jagger nonchalant in die Nebenreihe zu stecken. Zwischen all den Starregisseuren im Wettbewerb ist für die Rocklegende kein Platz mehr. Wenn die allerbesten Regisseure lieber nach Frankreich gehen, gleicht Berlin das gern mit politischer Relevanz aus. Diesmal zeigt sich: Auch Frankreich kann mit Zeitthemen punkten. Man darf also mit ein bisschen Neid an die Côte d'Azur gucken. Und sich dann ganz schnell wieder trösten: Filme sind für Zuschauer, und von denen hat Berlin die meisten.

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