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Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur
Außenhandel

Osnabrück (ots) - Wolken am Horizont

Die gestern in Wiesbaden veröffentlichten Märzzahlen für die Exporte sind nur ein Schlaglicht - aber ein helles, das Optimismus schürt. Deutsche Unternehmen verfrachteten in diesem Monat Waren im Wert von 85,6 Milliarden Euro ins Ausland. Diese Zahl bedeutet eine Steigerung von fast einem Viertel gegenüber dem Vorjahresmonat. Beachtlich und erfreulich, denn zweifellos geht es wieder aufwärts. Das ist wichtig für unsere Volkswirtschaft, denn das Exportgeschäft macht einen großen Anteil unserer Wirtschaftsleistung aus. Außerdem hängt schon fast jeder dritte Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Außenhandel ab.

Es wäre schön, wenn diese Entwicklung so weiterginge. Aber graue Wolken bilden sich am Horizont, können das an sich freundliche Exportklima nachhaltig eintrüben. Die Schuldenprobleme Griechenlands und, etwas abgemildert, anderer Euro-Staaten werden den Anstieg der Exportzahlen bremsen. Denn wer weniger Geld hat, kann auch nur weniger ausgeben.

Ein mit über 40 Prozent gewichtiger Anteil der deutschen Exporte geht heute in die anderen Euro-Staaten. Kommt es hier zu Einbrüchen, wirkt sich das sofort aus auf die Zahlen, den Umsatz und die Jobs im Lande. Da ist es gut, dass der Großteil der Exporte mit der weiten Welt gemacht wird und es hier die höchsten Steigerungen gibt. Indien, China und Brasilien müssen und werden mehr denn je die Rolle der ersten Exportmärkte spielen.

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