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Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien
Wahlen

Osnabrück (ots) - Wen kann man noch wählen?

Wohin steuert Großbritannien? Schenkt man den letzten Umfragen Glauben, sind viele Briten tief verunsichert. Eine Geisteshaltung, die inmitten einer schweren Wirtschaftskrise sicherlich nicht die beste ist. Wünschenswert wäre eine klare Richtungsentscheidung. Stattdessen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den konservativen Tories und der seit 13 Jahren regierenden Labour Party ab. Die Liberalen können Königsmacher werden und entscheiden, wer in der Downing Street regieren wird. Kurz: Es drohen viele Verhandlungen, noch mehr faule Kompromisse und wenig Aufbruchstimmung.

Das solide Misstrauen vieler Wähler gegenüber Amtsinhaber Brown ist verständlich, agierte der Labour-Chef doch politisch wie menschlich nicht immer geschickt. Aber auch sein Herausforderer Cameron entfacht keine Wechselstimmung, was nach mehr als einem Jahrzehnt auf den Oppositionsbänken schon überraschend ist. Zudem haben die britischen Sozialdemokraten unter Brown eine äußerst durchwachsene Arbeit vorzuweisen und somit der Opposition viel Munition frei Haus geliefert. Nur konnte Cameron im Wahlkampf die Kernfragen nicht überzeugend beantworten, wie er das Staatsdefizit griechischen Ausmaßes in den Griff und die Wirtschaftskräfte entfachen möchte. Wen kann man noch wählen? Eine Frage, die nicht nur auf der Insel oft zu hören ist.

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