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Neue OZ: Kommentar zu Finanzen
Griechenland
EU

Osnabrück (ots) - Teuer und schwierig

Die Griechenlandkrise wird zum Albtraum. Jetzt ist schon von Hilfen in Höhe von 135 Milliarden Euro die Rede. Bleibt es dabei? Auch Angela Merkel und die Chefs von fünf internationalen Organisationen hatten gestern Abend bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz keine Antwort parat.

Was tun? Natürlich dürfen die Spekulanten nicht einfach so weitermachen können. Sie zocken in der zynischen Erwartung, dass am Ende die Steuerzahler anderer Staaten für Griechenlands Schulden aufkommen. Das ist unerträglich. Und welchen Sinn haben private Rating-Agenturen, wenn sie die Märkte nicht frühzeitig warnen, sondern durch zu späte und damit schädliche Herabstufungen die Lage weiter verschärfen? Da sind tief greifende Reformen überfällig.

Doch zuallererst müssen die europäischen Regierungen und Notenbanker das immer größer werdende Feuer löschen. Dabei kann es nicht vorrangig um Gerechtigkeit gehen, sondern einzig und allein um die Frage, wie der Euro und die deutschen Steuerzahler am besten das griechische Debakel überstehen. Und das wird teuer und schwierig genug.

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