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Neue OZ: Kommentar zu Griechenland
Hilfe
Merkel

Osnabrück (ots) - Vor bitteren Zeiten

Den Griechen stehen bittere Zeiten bevor. Den übrigen Europäern aber auch, wenn sie jetzt keinen festen Damm gegen die Athener Lotterwirtschaft errichten. Deshalb hat Angela Merkel völlig recht, wenn sie die geplanten Finanzhilfen an harte Bedingungen knüpft. Die Griechen haben viel zu lange weit über ihre Verhältnisse gelebt - aus welchen Gründen auch immer. Dieses Problem müssen sie jetzt ganz allein lösen. Besonderes Mitgefühl ist fehl am Platze. Für die Kanzlerin und ihre EU-Kollegen darf es ausschließlich um das Interesse ihrer eigenen Bürger gehen. Und das gebietet, ein Übergreifen des Brandes auf den Rest der Europäischen Union zu verhindern - sprich: die Stabilität des Euro zu wahren.

Dies dürfte schwierig und teuer werden. Aber Alternativen gibt es leider nicht. Dafür ist das Unheil einfach zu groß. Je rascher und durchgreifender gehandelt wird, desto schneller werden sich die Finanzmärkte beruhigen. Parteitaktik darf daher in Berlin wie nach der Lehman-Pleite keine Rolle spielen. Dies gilt auch mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in NRW. Für deren Ausgang dürfte es ohnehin egal sein, ob Zusagen an Athen vor oder erst nach dem 9. Mai erfolgen. Denn die Bürger wissen längst, dass sich Deutschland bei Hilfen finanziell nicht ausklinken kann.

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