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Neue OZ: Kommentar zu Ausländer
Integration

Osnabrück (ots) - Partei im Wandel

Etwa 300000 Migranten in Deutschland warten darauf, dass ihre Abschlüsse, die sie in ihren Herkunftsländern gemacht haben, hier anerkannt werden. Solange ihre Zeugnisse in Deutschland nichts wert sind, finden sie keinen Job oder müssen weit unter ihrer Qualifikation arbeiten. Das soll sich nun ändern, sagt die Integrationsbeauftragte. Ministerpräsident Wulff stimmt ihr zu und spricht von brachliegendem Potenzial und von der wirtschaftlichen Kraft, die im Können und Wissen der Migranten liege.

Der Vorstoß der beiden Christdemokraten ist lobenswert - und er zeigt, wie immens die Partei sich in der vergangenen Dekade gewandelt hat. Zu Helmut Kohls Zeiten war Integrations- und Migrationspolitik für die CDU de facto nicht existent. Dass Migranten, Asylanten, Zuwanderer dennoch da waren, schien der Partei eher ein lästiges innenpolitisches Problem als eine Chance zu sein, die Gesellschaft zu bereichern. Doppelte Staatsbürgerschaft, Deutschland als Zuwanderungsland - diese Themen brachten die Konservativen damals zum Brodeln.

Und heute? In Sachen Integrationspolitik liegen die Christdemokraten mit den Grünen fast gleichauf, die Thematik ist allgegenwärtig, gehört zur üblichen politischen Agenda. Gut so. Die CDU sollte an den Forderungen festhalten - auch über die Landtagswahl in NRW hinaus.

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