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Neue OZ: Kommentar zu Island
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Osnabrück (ots) - Was von der Asche übrig bleibt

Es ist durchaus denkbar, dass kein einziges Flugzeug nach Kontakt mit isländischen Aschepartikeln eine Panne gehabt hätte. Aber gesichert ist diese Annahme keineswegs. Deshalb sei der deutschen und europäischen Verkehrspolitik Dank: Die Eruptionen am Eyjafjallajökull hatten keinen Toten und keinen Verletzten zur Folge. Diese Leistung mag selbstverständlich erscheinen. Tatsächlich ist sie jedoch in Zeiten einer rasanten Globalisierung und arroganten Haltung gegenüber der Macht der Natur nicht hoch genug zu bewerten.

In Deutschland machte dabei ein Mann eine gute Figur, dem dies nicht jeder zugetraut hat. Verkehrsminister Peter Ramsauer blieb mit beiden Beinen fest am Boden - während hoch über ihm die Asche ihr Unwesen trieb, von links Teile der Opposition und der Piloten die kontrollierten Sichtflüge kritisierten und von rechts die Airlines um buchstäblich jeden Preis abheben wollten. Ramsauer bewahrte verantwortungsvoll die Ruhe, sein Kompass richtete sich nach internationalen Regeln und dem Gebot der Sicherheit.

Nun ziehen die Jets wieder ihre Bahnen. Dem allgemeinen Aufatmen müssen vor allem zwei Maßnahmen folgen: zum einen die Entwicklung verlässlicher Messinstrumente für Aschekonzentrationen und zum anderen die Ermittlung von Grenzwerten der Belastbarkeit moderner Triebwerke.

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