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Neue OZ: Kommentar zu Kunst
Umwelt
Energie

Osnabrück (ots) - Nur Teil eines größeren Problems

Kunst ist Kunst. Mit Moral steht sie nicht in vertrautem Umgang. Und umweltpolitisch korrekt muss sie schon gleich gar nicht sein. Deshalb passt der Appell von Künstlern und Kuratoren, doch bitte schön die Glühbirne zu erhalten, ins vertraute Bild. Dieser Leuchtkörper mag ein Energiefresser sein. Für die Kunstwelt spendet er nicht allein gewohntes Licht, er ist auch allzu oft Teil von Werken der Gegenwartskunst. Das macht sein absehbares Verschwinden zum Problem.

Die Kunst ist angreifbar geworden - nicht nur was die Glühbirne angeht. Sie steht nur stellvertretend für eine Fülle von Objekten und Materialien, die in den letzten Jahrzehnten kunstwürdig geworden sind. Sie haben den Ausdrucksradius der Kunst vergrößert und zugleich Konservatoren jede Menge Probleme aufgegeben. Wie geht man um mit Kunstwerken, deren Bestandteile ersetzt werden müssen? Was ist noch Original, was Zutat? Solche Fragen drängen - im Hinblick auf den Wert von Kunstobjekten. Die Glühbirne ist da nur Teil eines viel größeren Problems.

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