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Neue OZ: Kommentar zu Wahlen in NRW

Osnabrück (ots) - Nichts scheint unmöglich So unübersichtlich wie jetzt in NRW geht es zu Beginn einer heißen Wahlkampfphase selten zu. CDU-Ministerpräsident Rüttgers kämpft zwar für eine Fortsetzung seiner Koalition mit der FDP. Aber jeder weiß, dass er unter Umständen auch mit den Grünen oder gar der SPD regieren könnte und müsste. Unter solchen Vorzeichen fällt es Rüttgers naturgemäß schwer, sich zu behaupten. Der Grat zwischen notwendiger Offenheit und fataler Beliebigkeit wird für ihn immer schmaler. Gerade konservative Anhänger der CDU fragen sich: Würden wir mit unserer Stimme für Rüttgers indirekt dazu beitragen, dass die Grünen an die Macht zurückkehren? Eine solche Unsicherheit fördert nicht gerade die Mobilisierung des kompletten CDU-Lagers. Bei SPD und Grünen sieht es unter umgekehrten Vorzeichen ähnlich aus. Dass sie für eine gemeinsame Koalition kämpfen, ist angesichts der Umfragen verständlich. Rot-Grün wirkt keineswegs chancenlos, insbesondere, falls die Linkspartei am Ende den Einzug ins Parlament verfehlt. Dennoch könnten Grüne oder Sozialdemokraten nach der Wahl gezwungen sein, zu einer Koalition mit der Union umzuschwenken - siehe oben. Nichts scheint daher in NRW unmöglich. Man darf gespannt sein, wie sich die Parteien in solch einem Nebel bis zum 9. Mai profilieren wollen. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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