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Neue OZ: Kommentar zu Affären
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Osnabrück (ots) - Ein Anfang Die Fälle von sexuellem Missbrauch werden die katholische Kirche in Deutschland erheblich länger beschäftigen, als ihr lieb ist. In vielen Diözesen sind in den vergangenen Wochen Priester von ihren Ämtern entpflichtet worden - und ein Ende ist nicht abzusehen. Gleichzeitig kommen bei so manchem Opfer verdrängte Erinnerungen an erlittene Untaten gerade in den jüngsten Tagen wieder hoch. In dieser schwierigen Situation können die Telefon-Hotline und die Online-Beratung eine Hilfe für die Opfer sein. Sie haben die Gelegenheit, im Schutz der Anonymität und ortsunabhängig mit geschulten Psychologen und Sozialarbeitern über das schlimme Unrecht zu sprechen, das ihnen Geistliche oder andere Kirchenmitarbeiter angetan haben. Das Angebot bietet die Chance, Sprachlosigkeit und Einsamkeit zu überwinden und weitere Schritte einzuleiten, etwa therapeutische Beratung oder eine Anzeige beim Staatsanwalt. Und auf diese Weise werden auch die Opfer von Ordensleuten besser erreicht. In den vergangenen Wochen haben sich deutlich die Schattenseiten der Kirche gezeigt. Das Angebot ist der Versuch einer moralischen Instanz, verloren gegangenes Vertrauen mühsam wiederzugewinnen. Damit leistet die Kirche ein Stück Wiedergutmachung, soweit dies überhaupt möglich ist. Immerhin ein Anfang. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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