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Neue OZ: Kommentar zu EU
Griechenland
Euro

Osnabrück (ots) - Konsumieren auf Euro komm raus Das ist ein Witz, wenn auch ein schlechter: Während griechische Regierungsmitglieder durch die Welt tingeln, um die Unterstützung von EU- und Euro-Partnern, von Banken und Touristen zur Abwehr des Staatsbankrotts einzuwerben, machen zu Hause die Gewerkschaften Rabatz. Mit regem Zulauf, weil die Griechen selbst zur Rettung beitragen sollen. Klar, das schmerzt. Vor allem aber: Das sind sie nicht gewohnt. Obwohl sie nur 2,3 Prozent der EU-Bevölkerung stellen, kassieren sie fast sechs Prozent der Strukturhilfen aus Brüssel. 38 Millionen Polen, nach Jahrzehnten unter kommunistischem Joch wahrlich nicht auf Rosen gebettet, bekommen weniger Geld aus dem EU-Haushalt als elf Millionen Griechen. Die haben es sich auf solchen Polstern übergemütlich gemacht. Konsumieren auf Euro komm raus und weisen nach den Italienern den höchsten Rentner- und Pensionärsanteil auf. Mit dem Zuckerguss obendrauf, dass die Rente 95 Prozent des Durchschnittseinkommens der letzten drei Erwerbsjahre beträgt. Deshalb besteht die Tragödie gewiss nicht darin, dass die Griechen den Gürtel deutlich enger schnallen sollen. Vielmehr darin, dass ihre Maßlosigkeit den ob der Weltfinanzkrise absehbaren Entwertungsdruck auf Europas Währung massiv verstärkt. Zum Schaden voran der Sparer und Rentner in den übrigen Euro-Staaten. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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