Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Landtag
Neubau
SPD

Osnabrück (ots) - Nur noch Makulatur? Die Politiker kriegen die Kuh nicht vom Eis. Auch nach dem zweiten Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des maroden Plenartrakts ist im Landtag keine Verständigung auf ein breit getragenes Modell in Sicht. Mit dem Beschluss der SPD von gestern dürfte jedenfalls der preisgekrönte Entwurf eines luftigen, tempelartigen Neubaus nur noch Makulatur sein. Denn es ist kaum anzunehmen, dass CDU und FDP den Glaspalast gegen den geschlossenen Widerstand der Opposition durchboxen werden. Bleibt somit nur eine Sanierung des maroden Oesterlen-Baus, an dem einflussreiche Kreise in Hannover förmlich einen Narren gefressen haben? Der schroff abweisende Betonbunker, der schon jung an Jahren zum Denkmal aufstieg, gilt hier als unantastbare Bauikone wie der Petersdom oder die Pyramiden von Gizeh. Aber die Variante Umbau im Bestand hat ihre Tücken. Sie ist zum einen verlogen, weil sie das Bauwerk durch Aufschlitzen, Entkernen und Neuinstallationen rigoros verändert, und sie könnte sich wegen diverser Unwägbarkeiten als Fass ohne Boden erweisen. Der Landtag wäre daher gut beraten, jetzt nichts übers Knie zu brechen, sondern alle Risiken noch einmal gründlich durchzuchecken. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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