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Neue OZ: Kommentar zu Olympische Spiele

    Osnabrück (ots) - Olympische Fernsehspiele

    Tragödien und Triumphe, Emotionen und Edelmetall, Höhenflüge und Horror: Vancouver hat die gesamte Bandbreite dessen bedient, was das Geschehen im Zeichen der fünf Ringe in der digitalen Welt zu bieten hat. Die olympischen Fernsehspiele wurden frei Haus geliefert - Krimis, Komödien, Seifenopern inklusive.

    Der tragische Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili hat die olympische Welt kurz geschockt, beeinflusst hat er die Spiele nicht. Schon am Tag nach dem Unglück ging es weiter im Eiskanal - Augen zu und durch. Die Courage, dem lebensgefährlichen Treiben im Whistler Sliding Centre Einhalt zu gebieten, hatte keiner.

    Stillstand ist Rückschritt, gerade in der olympischen Bewegung, die ihr Winterprogramm künftig noch attraktiver und rasanter gestalten will. Schließlich zahlen die Fernsehanstalten sehr viel Geld für die Übertragungsrechte. Zwei Wochen rauschende Olympia-Party mit immer spektakuläreren Events lassen sich prima verkaufen und treiben die Quoten nach oben. Wenn Damen-Biathlon Europa-League-Fußball schlägt, bedeutet das einiges und lässt auch künftig die Kasse klingeln.

    Übrigens: In den Tagen von Vancouver wurde kein einziger Dopingfall aktenkundig. Das bedeutet allerdings nicht, dass es saubere Spiele waren. Spektakulär und attraktiv gewiss, aber nicht sauber!

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