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Neue OZ: Kommentar zum Tod von Großayatollah Hossein Ali Montaseri

    Osnabrück (ots) - Tragt die Tyrannen zu Grabe

    Der Tod von Großayatollah Hossein Ali Montaseri, schärfster und prominentester Kritiker der iranischen Diktatur, ist für die Opposition zwar ein herber Verlust. Seine Stimme gegen Tyrannei und Unterdrückung wird jedoch nicht verstummen, sondern weiterleben im Freiheitsstreben der Jugend. So überrascht es auch nicht, dass der Trauerzug keiner reinen Beerdigungszeremonie glich. Die Massen skandierten am Grab die politische Parole: Nieder mit dem Regime in Teheran!

    Niemand hat ehrlicher, mutiger und überzeugender das kriminelle Wesen der iranischen Tyrannei offen gelegt als Montaseri. Der einstige Stellvertreter von Revolutionsführer Ayatollah Khomeini war lange ein williger Vollstrecker der menschenverachtenden Ideologie des Gottesstaates. Bis zu dem Tag, an dem er beschloss, sich nicht mehr an Massenmord und Folter zu beteiligen. Darin bestand auch seine größte Lebensleistung, sich vom verblendeten Polit-Mörder zu einem Verfechter der Menschenrechte zu wandeln. Seine größte Ehre wurde ihm zuteil, als Khomeini ihn als seinen Nachfolger absetzte. Montaseri hat dann lange gegen die islamische Revolution gekämpft.

    Jetzt liegt es an Irans Jugend, das Begonnene zu vollenden. Viele Großdemos hat das Regime bereits brutal niedergeschlagen. Doch die Hoffnung scheint bei vielen Iranern ungebrochen zu sein, die Tyrannen eines Tages zu Grabe tragen zu können.

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