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Neue OZ: Kommentar zu Umwelt
Klima
Klimakonferenz

    Osnabrück (ots) - Alle blicken auf Obama

    Egal, ob man Verlauf und Ergebnisse des Klimagipfels mit einigem Abstand eher positiv oder skeptisch beurteilen wird, fest steht: Der ganz große Wurf ist nicht gelungen. Dafür drehten sich die Teilnehmer viel zu lang im Kreis.

    Dass überhaupt Schwung in die Tagung kam, ist vor allem Barack Obama zu verdanken. Der US-Präsident suchte den großen Auftritt. Er bekam ihn. Die Welt sah ihn zumindest kurzfristig als Hoffnungsträger. Was Obama bei der Verleihung des Friedensnobelpreises nicht glückte, gelang ihm beim Klimagipfel: zumindest rhetorisch die moralische Führungsrolle in einer Menschheitsfrage zu übernehmen.

    Das wird nachwirken. Denn wichtiger als die praktischen Auswirkungen des Kopenhagen-Gipfels könnten am Ende die politisch-psychologischen Folgen sein. Politiker werden künftig nicht mehr allein an den wirtschaftlichen und sozialen Ergebnissen ihres Tuns gemessen. Klimaverträglichkeit ist ein mindestens gleichrangiges Kriterium geworden.

    Entscheidend bleibt aber, dass nach Kopenhagen niemand versucht, sich auf Kosten des anderen aus der Verantwortung zu stehlen. Sonst wird der wirtschaftliche Wettbewerb verzerrt. Arbeitsplatzverluste an der falschen Stelle wären die Folge.

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