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Neue OZ: Kommentar zu Deutschland
Israel

    Osnabrück (ots) - Lösbare Aufgabe

    Guido Westerwelle hat bei seinem Start als Außenminister bislang keine nennenswerten Fehler gemacht. Dies ist schon eine Menge. Denn das diplomatische Parkett dürfte für einen Neuling im Amt um ein Vielfaches tückischer sein als die politische Bühne in Berlin.

    Vor diesem Hintergrund sollte auch der Antrittsbesuch in Israel gesehen werden. Westerwelle steht dort vor keiner unlösbaren Aufgabe. Gewiss, sein Ansehen leidet noch unter dem Streit über Antisemitismus, der sich vor sieben Jahren an Äußerungen des früheren FDP-Politikers Jürgen Möllemann entzündete. Aber das deutsch-israelische Verhältnis bleibt davon unberührt. Denn die Grunddaten der Beziehungen sind stabil. Hinzu kommt die bekanntermaßen pro-israelische Haltung der Bundeskanzlerin. Entsprechend groß sind Respekt und Sympathie, die Angela Merkel in Jerusalem genießt. Davon kann jetzt auch Westerwelle bei seiner Visite profitieren.

    Der neue Außenminister hat keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass er sich der besonderen geschichtlichen Verantwortung gegenüber Israel bewusst ist. Insofern spricht alles dafür, dass auch Westerwelle schon bald ein persönliches Vertrauensverhältnis zu seinen Partnern in Jerusalem aufbauen kann.

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