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Neue OZ: Kommentar zu Iran
Atomprogramm

    Osnabrück (ots) - Tausch mit Teheran

    Die iranischen Hardliner lassen nicht locker. Da kommen die USA, Frankreich und Russland Teheran ein großes Stück in der Urananreicherung entgegen, und das Regime erklärt sein Atomprogramm für nicht verhandelbar. Diese Haltung hat die Gespräche in Wien bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zusätzlich belastet. Doch jede Unterredung von Angesicht zu Angesicht bedeutet in dem seit Jahren andauernden Konflikt einen Schritt zur Entspannung.

    Es ist für den Iran an der Zeit, den Rest der Welt vom - wie behauptet - zivilen Charakter seines Nuklearprogramms zu überzeugen. Das wäre der Fall, wenn Russen und Franzosen auf ihrem Boden und mit ihren Fachleuten Uran zu Forschungszwecken des Iran anreicherten. Und wenn der Iran IAEA-Inspekteuren Zugang zu allen Reaktoren verschaffte. Von einem solchen Tausch hätten beide Seiten etwas: Die Atommächte gewännen Sicherheit, die Mullahs ein ausgebautes Atomprogramm.

    Der Anschlag von sunnitischen Rebellen auf die iranische Revolutionsgarde verdeutlicht die Dringlichkeit einer Zusammenarbeit. An die Adresse Pakistans rufen die Paramilitärs nach einem Vergeltungsschlag; Präsident Ahmadinedschad spricht moderater von Verhaftung der Terroristen. Kaum auszumalen, wie weit Irans Führung ginge, verfügte sie über die Atombombe.

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