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Neue OZ: Kommentar zu Atom
Energie
Proteste

    Osnabrück (ots) - Angst vor Protesten

    Mahnwachen, Menschenketten, Sitzblockaden und weitere Aktionen haben die Atomkraftgegner angekündigt. Die schwarz-gelben Bündnispartner reagieren darauf so defensiv, als fürchteten sie eine noch gigantischere Protestwelle. Hohe Sicherheitsstandards und das Abschöpfen der Gewinne von Stromkonzernen stellen Union und FDP nun in den Mittelpunkt. Den Bau neuer Atomkraftwerke forderten noch im Februar einzelne Politiker, doch das ist Schnee von gestern. Heute will Schwarz-Gelb nicht einmal Jahreszahlen zu geplanten Laufzeiten von Kernkraftwerken in den Koalitionsvertrag aufnehmen. Niemanden vergraulen heißt die Devise. Stattdessen redet man lieber von erneuerbaren Energien.

    Tatsächlich wird die Koalition wohl auch bald daran gemessen, wie ernst sie es meint mit dem Ausbau der Gewinnung von Strom aus Sonne und Wind. Denn die Skepsis gegen Atomkraft reicht tief ins bürgerliche Lager. Wenn Umfragen stimmen, haben Konservative und Liberale nicht wegen, sondern trotz ihrer Atompolitik eine Mehrheit bekommen. Dabei gibt es auch gute Argumente, länger an Kernkraftwerken festzuhalten: niedrigere Energiepreise, weniger Abhängigkeit vom Ausland und das Einhalten der Klimaschutzziele.

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