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Neue OZ: Kommentar zu Beruf
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    Osnabrück (ots) - Umdenken ist bitter nötig

    Die Deutschen ein Volk der Internet-Exibitionisten? Das ist natürlich übertrieben, aber nur ein wenig. Denn immer noch bewegen sich Millionen deutsche Nutzer unfassbar naiv im weltweiten Netz. Wider jede Vernunft geben sie im Internet freizügig Persönliches preis. Trotz aller Datenskandale, trotz aller Versuche der Aufklärung durch Polizei und Verbraucherschützer. Die Faszination sozialer Netzwerke, von Karriereportalen und Foren aller Art, ist ungebrochen. Man will sich mitteilen und verkennt dabei, dass es im Netz keine wirkliche Privatsphäre gibt. Stehen unbedachte Sprüche oder peinliche Fotos einmal drin, lassen sie sich noch Jahre später aufspüren.

    Dabei ist es nicht einmal das größte Übel, sich im Internet als Bewerber für eine Stelle zu disqualifizieren. In den Tiefen des weltweiten Netzes lauern größere Gefahren - organisierte Trickbetrüger und technisch versierte Datendiebe warten nur auf allzu sorglose Nutzer. Wenn die Studie der Verbraucherministerin dazu beiträgt, dass junge Menschen die Netzrisiken ernster nehmen, wäre viel gewonnen. Ein Umdenken ist bitter nötig. Das gilt auch für Unternehmen, die bei der Suche nach Bewerbern blind auf Informationen aus dem Internet setzen. Ein verlässliches, abgerundetes Bild über einen Jobanwärter liefern Fragmente aus der virtuellen Welt wohl kaum.

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