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Neue OZ: Kommentar zu Umfragen
Jugend

    Osnabrück (ots) - Engagement nicht ignorieren

    Na also. Endlich mal eine repräsentative Studie, die ein anderes Bild von der heutigen Jugend zeichnet. Wer ausschließlich die Boulevardmedien der vergangenen Monate konsumierte, musste den Eindruck gewinnen, die 14- bis 18-Jährigen hätten nur Interesse an Partyspaß, Komasaufen, Internetflirts und Computerspielen.

    Umso erfreulicher, dass nun sichtbar wird, wie intensiv sich Jugendliche mit den globalen Themen unserer Zeit auseinandersetzen. Wenn es um die Zukunft geht, stehen bei ihnen Probleme wie Armut, Klimawandel, Umweltzerstörung sowie Wasser- und Nahrungsknappheit ganz oben auf der Sorgenliste. Mögliche Lösungsansätze beurteilen die Mädchen und Jungen heute wesentlich optimistischer als zum Beispiel die vom atomaren Rüstungswahn frustrierte Null-Bock-Generation vor 20 Jahren. Jeder zweite Jugendliche gibt zudem an, sich aktiv für die Gesellschaft von morgen zu engagieren. Die meisten anderen würden sich gern einbringen, wissen aber nicht wie.

    Diese hohe Bereitschaft macht Mut und darf nicht ignoriert werden. Staat, Schulen und gesellschaftliche Institutionen müssen die Jugendlichen motivieren und fördern. Die junge Generation vermisst jedoch eine umfassendere Bildung zu globalen Themen. Das ist beschämend. Schließlich muss sie die Suppe auslöffeln, die ihr die Elterngeneration eingebrockt hat.

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