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Neue OZ: Kommentar zu Verbraucher
Datenschutz
Missbrauch

    Osnabrück (ots) - Besser schützen

    Im weltweiten Netz wohnt der Datenhändler gleich nebenan: Es bedarf nur weniger Schritte - ein paar Klicks und E-Mails -, und schon wechseln Tausende von Verbraucherdaten via Internet den Besitzer. Das war so - und wird leider noch lange so bleiben.

    Denn trotz aller Aufregung über die Skandale der letzten Zeit gibt es weiterhin keinen verlässlichen Schutz persönlicher Daten. Auch das reformierte Bundesdatenschutzgesetz, das am 1. September in Kraft tritt, ändert nur wenig daran. Denn es schränkt den Handel mit den oft sensiblen Angaben über Verbraucher nur bedingt ein. Zudem greift es nicht bei bereits erhobenen Daten. Und, was am schlimmsten ist: Den Behörden fehlt das Personal, um wirkungsvoll Jagd auf windige Adresshändler machen zu können. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, wenn Datenschutz sich nicht in Symbolpolitik erschöpfen soll.

    Genauso wichtig bleibt indessen der Appell an alle Bürger, so wenig Daten wie möglich preiszugeben. Das gilt bei der Nutzung des Internets, aber auch bei Telefonumfragen oder der Teilnahme an Gewinnspielen. Denn es ist immer noch das Beste, ein Problem an den Wurzeln zu lösen.

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