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Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien
Regierung

    Osnabrück (ots) - Gordon - allein zu Haus

    Gordon Brown muss sich vorkommen wie im falschen Film. Zumindest erinnert das Zerbröseln seines Kabinetts an die Komödie "Kevin - allein zu Haus". Zum Lachen dürfte dem britischen Premier allerdings kaum zumute sein.

    Binnen Stunden treten mehrere Ministerinnen zurück, sein Vertrauter Tom Watson verlässt ebenfalls das sinkende Labour-Schiff - und Finanzminister Alistair Darling dürfte wegen seiner Verwicklung in den Spesenskandal gleichfalls kaum noch zu halten sein. Brown steht vor einem Scherbenhaufen. Autorität? Führungsstärke? Visionen? - Alles Fehlanzeige bei Brown. Und wie stets in solchen Fällen erodiert das Umfeld. Vor lauter Zögern merkt der Verantwortliche nicht, wie ihm das Vertrauen entzogen wird. Deshalb die Demissionen, die Brown kurz vor der für nächste Woche geplanten Kabinettsumbildung bloßstellen. Deshalb die Spekulationen um einen Brief, in dem Fraktionskollegen Brown angeblich zum Rücktritt auffordern.

    Sicher könnte der britische Premier pokern, die Sache also bis zum Neuwahltermin im nächsten Jahr aussitzen. Fraglich ist allerdings, ob ihm dazu überhaupt noch ein Stuhl bleibt, an dem nicht gesägt wird.

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