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Neue OZ: Kommentar zu EU
Gipfel
Finanzen

    Osnabrück (ots) - Mit kleiner Münze

    Angela Merkel hat sich auf dem Brüsseler EU-Treffen in den entscheidenden Punkten durchgesetzt. Was dieser Sieg wert ist, wird sich aber erst auf dem Weltfinanzgipfel Anfang April in London herausstellen. Denn die USA setzen - anders als die EU - auf gigantische Konjunkturspritzen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die US-Notenpresse läuft auf vollen Touren, während die Europäer ganz im Sinne Merkels lieber nur mit kleiner Münze zahlen. Das birgt reichlich Konfliktstoff.

    Umso wichtiger ist, sich die anderen, öffentlich nicht ganz so griffigen Details des EU-Gipfels anzuschauen. Mit wenig Geld viel Vertrauen schaffen - so könnte deren vernünftiges Motto lauten. Dies gilt etwa für die vorgesehene Stärkung des Internationalen Währungsfonds IWF oder für den zusätzlichen Kreditrahmen für osteuropäische Staaten. Die dort eingeplanten Gelder sollten ausschließlich im Notfall der Stabilisierung von Ländern und Volkswirtschaften dienen.

    Damit ist offen, ob diese Reserven tatsächlich jemals fließen. Insofern sind sie wesentlich unproblematischer als weitere Konjunkturprogramme auf Pump. Gleiches gilt für die Forderung des EU-Gipfels, künftig alle Finanzprodukte einer globalen Kontrolle zu unterwerfen.

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