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Neue OZ: Kommentar zu Warnung vor Terroranschlag in Amsterdam

    Osnabrück (ots) - Sicherheit geht vor

    Zum Glück hat sich die Gefahr eines Terroranschlags in Amsterdam nicht erhärtet. Nach allen bisher bekannten Informationen lässt sich feststellen: Die Amsterdamer Polizei hat mit den Durchsuchungen und mit der Evakuierung eines Einkaufszentrums angemessen auf den anonymen Hinweis aus Belgien reagiert.

    Keinesfalls ist den niederländischen Sicherheitskräften Hysterie oder Panikmache vorzuwerfen. Die detaillierten Angaben des anonymen Anrufers sprachen dafür, den Warnhinweis äußerst ernst zu nehmen.

    Eine beliebte Einkaufsstraße in einer europäischen Metropole gehört zu den so genannten weichen Zielen, die vor einem Attentat schwer zu schützen sind. Nicht auszudenken, wie viel Todesopfer und Verletzte es gegeben hätte, wenn tatsächlich Terroristen eine Bombe gezündet hätten. Nachdem es in Europa längere Zeit keinen Anschlag gegeben hat, ist die Angst davor in den Hintergrund gerückt. Nun kehrt sie zurück.

    Zweifellos ist ein verlorener Geschäftstag ärgerlich für die betroffenen Ladenbesitzer. Doch es ist völlig unverständlich, wenn einige von ihnen wegen der Sperrung der Einkaufstraße nun Schadenersatz fordern wollen. Denn in diesem Fall muss gelten: Die Sicherheit der Bediensteten und Kunden ist wichtiger als der Umsatz.

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