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Neue OZ: Kommentar zu Vorbereitung des Weltfinanzgipfels

    Osnabrück (ots) - Schritt nach vorn

    Es reicht nicht, das Feuer auszutreten, das durch die Finanzkrise entstanden ist; zugleich müssen Schutzmauern errichtet werden, damit sich derart verheerende Flächenbrände nicht wiederholen können. Das heißt: Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer arbeiten an der Lösung riesiger Probleme. Zumindest die Europäer sind dabei jetzt einen großen Schritt weitergekommen.

      Denn das Berliner Treffen zur Vorbereitung des Weltfinanzgipfels
war eine erfreuliche Demonstration der Einigkeit. Niemand, auch nicht
das lange Zeit ablehnende Großbritannien, stellt sich mehr einer
konsequenten Regulierung der Finanzmärkte in den Weg. Und wichtiger
noch: Mit ihrer Kampfansage an Steueroasen und der Forderung nach
Sanktionsmöglichkeiten werden die Europäer zu Vorkämpfern effektiver
Kontrollen. Denn nur wenn auch das letzte Schlupfloch für
Steuerbetrüger und Finanzjongleure geschlossen wird, kann das Ziel
lückenloser Überwachung aller Finanzmärkte und -produkte erreicht
werden.

    Spannende Frage bleibt nun, welche Haltung die neue US-Regierung einnehmen wird. Und dann müssen ja auch noch andere bedeutende Staaten wie China und Russland zustimmen, ohne die alle Versuche, eine neue Weltfinanzordnung zu begründen, nur Flickwerk wären. Trotz erster Fortschritte ist also noch viel zu tun.

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