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Neue OZ: Kommentar zu Umwelt
Klima

    Osnabrück (ots) - Rufer in der Wüste

    Wie bedrückend: Klimaforscher Christopher Field könnte mit seinen Warnungen vor rasanter Erderwärmung zum Rufer in der Wüste werden. Leider buchstäblich. Denn der Planet heizt sich weiter auf, ohne dass Linderung in Sicht ist.

    Allein von 2005 bis 2008 sind drei Jahre in Folge die höchsten CO2-Ausstöße der vergangenen 30 Jahre gemessen worden. Noch immer fehlt es an einer wirksamen Strategie, wie dem mit der Weltbevölkerung wachsenden Energiehunger beizukommen ist - ohne dass die Ressourcen der Erde ausgequetscht werden wie eine Zitrone. Agrosprit etwa mag einen kleinen Beitrag leisten, taugt aber nicht als Klimaretter. Waldrodungen für neue Anbauflächen führen vielmehr oft zum Gegenteil. Hinzu kommt die Konkurrenz zwischen Tank und Teller.

    An Mahnungen seitens der Forscher mangelt es nicht. Aber es hapert an einer überzeugenden Umsetzung in Politik und Wirtschaft. Die halbherzige Kfz-Steuer-Reform hierzulande sowie ein von Ausnahmen zerfledderter EU-Emissionshandel sind nur zwei Beispiele. Und es bedarf größerer Anstrengungen und Anreize als ein Glühbirnen-Verbot, um die Verbraucher heiß auf Klimaschutz zu machen. Angesichts solcher Tristesse war Fields Weckruf notwendig. Im Dezember beim Weltklimagipfel in Kopenhagen entscheidet sich nämlich, welchen Weg diese Welt einschlägt.

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