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Neue OZ: Kommentar zu Irak
Wahlen

    Osnabrück (ots) - Der Weg von der Diktatur des Massenmörders Saddam Hussein zu einer islamischen Demokratie ist im Irak noch nicht zu Ende beschritten. Rückschläge sind jederzeit möglich. Aber die Provinzwahlen geben denjenigen recht, die vor Terroristen, El Kaida und Rückzugsforderungen nicht eingeknickt sind, sondern durchgehalten und gekämpft haben.

    Nach Jahren des Bürgerkriegs und den Armeen von Selbstmordattentätern hat sich die Sicherheitslage im Irak dramatisch verbessert, der Wiederaufbau des Landes schreitet voran, und demokratische Prinzipien verfestigen sich, wie der Urnengang belegt. Verlaufen auch die Parlamentswahlen im Herbst problemlos, haben die Amerikaner gewonnen, worauf sie seit dem Sturz Saddams gehofft haben: das Rückflugticket in die Heimat.

    Die politischen Eliten von Schiiten, Kurden und Sunniten tragen nun die alleinige Verantwortung für ihr Land. Sie haben die Wahl zwischen Wohlstand und Frieden auf der einen Seite sowie Chaos und Zerfall auf der anderen. Es spricht viel dafür, dass sie sich richtig entscheiden.

    Der neue US-Präsident Obama dürfte damit den Truppenabzug aus dem Irak fortsetzen können, ohne die dortigen Erfolge zu gefährden. So würden die Brigaden frei, die dringend in Afghanistan benötigt werden.

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