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Neue OZ: Kommentar zu Obama
Nahost

    Osnabrück (ots) - Alles versuchen

    Erst das angekündigte Aus für Guantánamo, jetzt kluge Weichenstellungen in der Außenpolitik: Barack Obama schwimmt kurz nach seiner Vereidigung auf einer Erfolgswelle.

    Aber sie könnte schnell enden. Denn die Signale des Präsidenten in Richtung Nahost klingen zwar freundlich; auch die Resonanz aus der Region ist positiv. Aber ähnlich hatten auch schon Vorgänger Obamas versucht, sich als Friedensstifter zu empfehlen. Sie sind alle damit gescheitert. Entscheidend ist, dass die neue amerikanische Regierung keine überzogenen Erwartungen weckt, die in umso größere Frustrationen umschlagen. Auch ein Sympathieträger wie Obama wird im Nahost-Konflikt politisch sehr dicke Bretter bohren müssen.

    Gleichwohl ist seine Ausgangslage vergleichsweise günstig. Persönlicher Vertrauensvorschuss bei den Konfliktparteien, mit Hillary Clinton eine clevere Außenministerin und mit George Mitchell ein renommierter Sondergesandter an seiner Seite, die Hamas militärisch geschwächt, Israel in Kürze mit einer neuen und hoffentlich stabilen Regierung - all dies zusammen sollte Obama zu einer raschen Friedensinitiative ermutigen. Denn selbst der kleinste Schritt weg von Hass und Gewalt ist jede Anstrengung wert.

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