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Neue OZ: Kommentar zu Nahost
Gaza

    Osnabrück (ots) - Signale in den ganzen Nahen Osten

    Rechtzeitig vor Barack Obamas Amtseinführung schweigen im Gazastreifen die Waffen. So erspart es Israel dem neuen US-Präsidenten, sich von Anfang an mit dem Nahost-Konflikt beschäftigen zu müssen. Zugleich hat die Regierung ihre wichtigsten militärischen Ziele erreicht, wenngleich sich die Extremisten der Hamas niemals völlig besiegen lassen.

    Israel hat seine eiserne Faust nicht nur der Hamas entgegengestreckt. Die Signale richteten sich auch an andere Nah- und Mittelost-Staaten wie den Iran und an Terrororganisationen wie die Hisbollah. Gerade nach dem Scheitern im Libanon-Feldzug 2006 wollte Premier Ehud Olmert Stärke demonstrieren und zudem im eigenen Land zeigen, wozu Israel militärisch willens und in der Lage ist. Dafür hat die Regierung den Tod Hunderter palästinensischer Zivilisten ebenso in Kauf genommen wie weltweiten Imageverlust.

    Bevor es irgendwann wieder um Überlegungen für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten gehen kann, muss erst der Schutt im Gazastreifen weggeräumt werden. Geld-Zusagen aus Saudi-Arabien und Unterstützung aus der EU sind hoffnungsvolle Ansätze. Die Entwicklung hängt aber von vielen Faktoren ab. Unter anderem davon, dass der Waffenschmuggel in den Gazastreifen endet und sich die verfeindeten Palästinensergruppen Hamas und Fatah aussöhnen.

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